Photovoltaik und Stromspeicher

Was waren unsere Überlegungen 2020 in eine Photovoltaik-Anlage inkl. Stromspeicher zu investieren?

         

  • Voraussetzung war eine Dachsanierung nach den neusten energetischen Maßnahmen. Auf einem alten Dach eine PV-Anlage zu installieren macht wenig Sinn.
  • Unabhängigkeit! Wir haben einen hohen Strombedarf und zukünftige Strompreiserhöhungen möchten wir kompensieren. Hierzu verweise ich auf die Webseite Capital.de mit folgendem Artikel.
  • Das heutige Öl wird zukünftig der Strom sein.
  • Möglichst den gesamten Strombedarf selbst erzeugen und mittels Sektorenkopplung in Form von Hausstrom, E-Auto und ggf. später in einer Luft-Wärmepumpe zu nutzen.
  • Tagsüber produzierter Strom soll gespeichert und in der Nacht verwendet werden.
  • Unser Stromzähler sollte sich so wenig wie möglich bewegen (Aukartie).
  • Notstrom, noch besser Eigenstrom/Ersatzstrom (Inselbetrieb).
  • Die Wintermonate in Deutschland werden unbestritten sonniger und der Aukartiegrad erhöht sich.
  • Die gerade stattfindende Bürger Energiewende und in 2021 steht die Novellierung des EEG Gesetzes an (dazu später mehr).
  • Das Erbe unserer Kinder! Ein modernes Haus mit erneuerbarer Energie und ohne Dauerschuldverhältnis mit den großen Energieversorgern.
  • Amateurfunk/Notfunk mittels Eigenstrom aus dem Hauskraftwerk heraus, insb. bei Stromausfall. Und das möglichst ohne Störungen insb. auf der Kurzwelle.
  • Möglichkeit der Nulleinspeisungskonfiguration, den eine Einspeisung für mittlerweile unter 10 Cent kommt für uns nicht infrage. Es lohnt sich einfach nicht (Aufwand/Nutzen).
  • Wichtig auch der Kauf von reinen deutschen Technologien. Die PV-Module aus Süddeutschland und die gesamte Produktion des Hauskraftwerks aus Wetter a.d. Ruhr.
  • Gute Garantiebedingungen.
  • Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung steht für uns nur bedingt im Vordergrund. Aber nicht zuletzt in Verbindung einer konsequenten Sektorenkopplung mittels E-Auto und einer Luft-Wärme Heizung ggf. auch Warmwasseraufbereitung ist es äußerst wirtschaftlich.

 

Seit ca. einem Jahr haben wir uns mit einer Dachsanierung nach den neusten energetischen Maßnahmen beschäftigt. Im Herbst 2019 haben wir uns entschieden, die Ausführung der Arbeiten Anfang April 2020 zu starten. Als energetische Maßnahme haben wir uns zu folgendem Dachaufbau entschieden:

– Strömungsdichte Luftdichtheitsschicht auf der Sparrenkonstruktion.

– Wärmedämmsysteme Cellulose Flocken mit einer Einbaudicke von 150 mm zwischen die Dachsparren mit 1,5 – 2 bar eingeblasen.

– Aufdachdämmung mittels 80mm Holzfaser-Dämmplatten von Steico.

– Eindeckung mit Keramik Pfannen.

Relativ schnell zu Beginn der Arbeiten haben wir uns gleichzeitig mit Photovoltaik und Stromspeicher beschäftig und auch hierzu Angebote eingeholt. Unsere Überlegungen führten über den Solateur Lemke zu PV-Module von Axitec und einem Hauskraftwerk von E3/DC. Gerade weil die Dachdecker und ein Gerüst vorhanden waren, haben wir die PV-Module schnellstens bestellt. Bei einer nachträglichen Installation hätten wir ein Gerüst sowie Dachdecker erneut bezahlen müssen. Es bot sich sozusagen an eine PV-Anlage direkt mit zu installieren.

 

PV-Module:

Module AXITEC Premium X HC – 144-halbzellig full-square hochleistungs monokristallin Solarmodule (entwickelt vom Zentrum für höchsteffizienter Solarzellen Frauenhofer ISE) – Maximal 2400 Pa Schneelasten – 100 % Elektrolumineszenz-Prüfung – Hochwertige Anschlussdose und Steckersysteme – 400W pro Modul und garantierte positive Leistungstoleranz von 0-5 Wp durch Einzelvermessung – Höchste Modulleistung durch Half-Cut-Technologie und geprüfte Materialien – Exklusive lineare AXITEC Höchstleistungs-Garantie -> 15 Jahre Herstellergarantie auf 90 % der Nennleistung und 25 Jahre Herstellergarantie auf 85 % der Nennleistung – Mechanische Daten: L x B x H 2008 x 1002 x 40 mm – Gewicht 23,5 kg inkl. Rahmen.

Von diesen Modulen haben wir auf der Nordseite elf und auf der Südseite dreizehn installiert. Das ergibt ein Kw/p von 9,6 , also unter der aktuellen 10Kw EEG Regelung. Optimierer haben wir nicht verbaut, weil wir weder auf der Nord- noch auf der Südseite Abschattungen zu erwarten haben. Die Nichtverwendung von Optimierern hat für einen Kurzwellen Funkamateur zudem EMV-Vorteile.

 

Hauskraftwerk von E3/DC:

Bestellte Ausstattung: S10 E PRO mit Erzeugungsleistung bis 15 kWp, mit Zusatzsolarwechselrichter bis maximal 30 kWp ausgelegt. 19,5 kWh Speicher – inkl. Zusatzausstattung SG Ready Schnittstelle – die Batteriekapazität im S10 E Pro ist auf volle Sektorenkopplung ausgelegt. Konfigurierbar sind Kapazitäten von 13 bis 39 kWh – 9kW Batteriedauerleistung – Mit dem S10 E PRO wird bei hohen Jahresverbräuchen eine optimale Autarkie erreicht. Wärmepumpe und Elektroauto nutzen die hohe Ladeleistung. Dreiphasige Ersatzstromversorgung kann nun mit bis zu 9 kW Dauerleistung (12kW/p) das gesamte Hausnetz versorgen und mehrere größeren Lasten bedienen oder auch eine Wärmepumpen ohne Netz in Betrieb setzen.

Das E3/DC S10 E PRO ist das leistungsstärkste Hauskraftwerk. Konzipiert ist es für Haushalte mit einem sektorenübergreifenden Jahresstrombedarf ab ca. 8.000 Kilowattstunden, die für das Laden des Elektroautos oder andere Anwendungen eine hinreichend große Kapazität und eine entsprechend hohe Entladeleistung der Solarspeicher-Batterie benötigen.

E3/DC-Kunden mit einem Hauskraftwerk S10 E PRO und einer passend ausgelegten PV-Anlage erreichen über das gesamte Jahr Autarkiegrade von bis zu 85 % und volle Energiekostenfreiheit. Mit ihrer Eigenerzeugung und dem Solarspeicher deckt man den Bedarf für Haushalt, Wärmepumpe und E-Mobilität weitgehend selbst.

Das S10 E PRO macht die Vorteile des Hauskraftwerks in neuen Anwendungsfeldern nutzbar. Die Batteriekapazitäten reichen von 13 bis 19,5 Kilowattstunden im System und bis 39 Kilowattstunden mit dem externen Batterieschrank. Auch die anschließbare PV-Leistung lässt sich mit dem E3/DC-Zusatzsolarwechselrichter verdoppeln: Anlagen bis über 30 kWp sind damit über das S10 E PRO Hauskraftwerk für die Eigenversorgung nutzbar.

Besonders wichtig ist aber die Lade- und Entladeleistung, die je nach Batteriekonfiguration im Dauerbetrieb 6 bis 9 kW beträgt, im Peak sogar bis zu 12 kW. Damit wird der Betrieb großer Wärmepumpen noch effektiver unterstützt, und das regelmäßige nächtliche Laden des Elektroautos ausschließlich mit Strom aus dem Solarspeicher wird möglich.

Hohe Sicherheit und Systemgarantie:

Die hohe Leistung des S10 E PRO ist auch im Zusammenhang mit der Notstromfunktion ein großer Vorteil: Die dreiphasige Ersatzstromversorgung kann nun mit 6 bis 9 kW Dauerleistung das gesamte Hausnetz versorgen und mehrere größeren Lasten bedienen oder auch die Wärmepumpen ohne Netz in Betrieb setzen.

Für das S10 E PRO gilt wie bei allen Hauskraftwerken die volle Systemgarantie über einen Zeitraum von 10 Jahren. Das Gerät wird kostenfrei ferngewartet und erhält alle wichtigen Software-Updates automatisch. Eine Nachrüstung der Batteriekapazität ist innerhalb fünf Jahre nach Inbetriebnahme möglich.

Mehr Kapazität:

Die Kapazität des Hauskraftwerks S10 E PRO hat eine große Bandbreite und passt sich dem Bedarf an. Denn der kann sich deutlich verändern, wenn der Nutzer auf eine elektrische Heizung oder ein Elektroauto umsteigt.

Für maximale Zukunftssicherheit sorgt das INFINITY-Konzept: Wer sich für ein S10 E PRO entscheidet, hat automatisch die Möglichkeit, innerhalb von 5 Jahren drei weitere Batteriemodule an das System anzuschließen und noch deutlich mehr eigene Energie direkt zu nutzen. Das Maximum sind 39 kWh.

Das INFINITY-Konzept macht noch unabhängiger: Wenn es soweit ist, wird das Gerät einfach vor Ort mit weiteren Batterien ausgestattet, und die nächste Stufe der Autarkie beginnt. Diese Option gilt unabhängig vom Batterietyp: Zum Nachrüstungszeitpunkt werden die aktuellen Module aus dem E3/DC-Programm installiert – und arbeiten dann perfekt mit den bereits vorhandenen Batterien zusammen.

QUELLE und mit freundlicher Genehmigung von www.e3dc.com

 

Wir haben eine Nulleinspeisung vorgesehen, weil der Strom möglichst vollständig Selbstverbraucht werden soll und eine Vergütung von 10cent p/kWh unter Aufwand/Nutzen Gesichtspunkte kaum Lohnenswert ist.

 

Das E3DC S10 Pro Hauskraftwerk wurde in der KW25 geliefert und installiert. Nach der Installation erfolgte zuerst eine Testroutine und der Akku wird mit dem Erststart der Anlage auf 100% (19,5KW) beladen und anschließend vollständig entladen. Danach steuert die Software das Hauskraftwerk nach unseren Bedürfnissen. Die Anlage berücksichtigt die Wetterprognosen (Forecast) und misst sekündlich den Strombedarf. Morgens wird sichergestellt das die Hausversorgung vollständig von der PV-Anlage gedeckt wird. Sobald PV-Überschüsse produziert werden wird der Akku gefüllt. Abends wenn die Lichtverhältnisse schwächer werden erfolgt der Ausgleich der PV-Wechselrichterproduktion wieder aus dem Akku heraus. Weil wir eine Null-Einspeisung gewählt haben, produziert der Wechselrichter auch nur soviel wie benötigt wird. Dies alles kann mittels einer App oder einem Webinterface vollständig nachvollzogen werden. Auch sämtliche E3DC Anlagen im Umkreis 30km können als Anlagenvergleichswerte über das Portal eingesehen werden.

Hierzu eine Auswahl an möglichen Auswertungen:

 

 

Linksammlungen:

Hersteller E3/DC und deren Mediathek

Homepage unseres Solateurs Fa. Lemke

Agorameter Stromerzeugung und Stromverbrauch in Deutschland

 

Youtube Videos:

Energiewende

Was kann die E3/DC

Notstrom Inselbetrieb

Anschluss

Produktion in Wetter a.d. Ruhr

Batterie und Sicherheit

Was ist wenn mal etwas nicht funktionieren sollte

Zukunft Elektro Auto als Speicher

Haus & Auto CO2-frei nutzen 

E-Autos als Kraftwerke – Expertenrunde

10 Jahre E3/DC

Garantie 1Garantie 2

Sektorenkopplung

Eigenstrom & Klimagerechtigkeit in Wuppertal

 

Infrarotheizung mit Solarenergie:

Das energieautonome Haus – Photovoltaikanlagen und Infrarotheizungen

Energiemodellhaus | Photovoltaik, Batteriespeicher, Infrarot

Die Besten Infrarotheizungen Test 2020

 

E-Mobilität von der HTW-Berlin, etwas für die eAuto Skeptiker:

Wie öko ist ein Elektroauto wirklich? 

Wo sollen bloß all die Elektroautos laden?

Elektroauto, Diesel oder Wasserstoff – Womit stoppen wir die Klimakrise?

 

www.aktion-eigenstrom.de

Steht die Bürger-Energiewende vor dem Aus? Die Bürger*innen sollen ihren grünen Sonnenstrom billig abgeben und teuren Kohlestrom aus dem Netz zurückkaufen – anstatt den grünen Eigenstrom direkt zu nutzen, zu speichern und weitestgehend selbst zu verbrauchen. So sieht es das sog. „Prosumer-Modell“ der Bundesnetzagentur (BNetzA) vor. Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Lobby-Verband der alten Versorger fordert darüber hinaus, selbst produzierten Ökostrom durch zusätzliche Abgaben unwirtschaftlich zu machen.
Die alten Energieversorger-Konzerne und Netzbetreiber holen sich den Markt zurück. Die Bürger-Energiewende steht vor dem Aus – und niemand merkt es. Wir aber wollen, dass die Energiewende weiter geht!

 

 

Es stellt sich eigentlich nicht mehr die Frage, ob man sich eine PV-Anlage leisten soll.

Es stellt sich vielmehr die Frage, ob man sich leisten kann keine PV-Anlage einzusetzen.

Jedenfalls auf fossile Brennstoffe können wir zumindest bei der Haus-Eigenversorgung größtenteils verzichten.